Finissage Artists-in-Residence

10 Wochen Kunstresidenzen in der Dreiersiedlung und eine grandiose Finissage am 27.6.2026 – die Dreiersiedlung und Kooperativ Ternitz sind um viele schöne Erfahrungen reicher

Fotocredit: Danny Nedkova

Intensiv, arbeitsreich und voller Begegnungen waren die Kunstresidenzen von David Biegl / Rasmus Exo, Florent Souly und Natyrë Elezi in der Dreiersiedlung. Zur Finissage am 27.6.2026 kamen Kinder und Erwachsene aus der Siedlung, aus Ternitz und Umgebung sowie aus Wien und entdeckten bei den Rundgängen mit den Künstler:innen die an unterschiedlichen Orten in der Dreiersiedlung positionierten Kunstwerke.

Fotocredit: Danny Nedkova

Die Begrüßungs- und Eröffnungsworte teilten sich Vertreter:innen des Konsortiums – Senka Nikolic (Leiterin der Projektentwicklung Schwarzatal), der Ternitzer Bürgermeister Christian Samwald (SPÖ) und Katharina Kirsch-Soriano (Leiterin Caritas Stadtteilarbeit) eröffneten die Veranstaltung. Auch das für die Residencies verantwortliche Team der Stadtteilarbeit, die Künstler:innen und eine Bewohnerin begrüßten die vielfältigen und gut gelaunten Interessierten unter der großen und so wertvollen Platane an diesem heißen Sommertag. Anwesend waren – neben zahlreichen Bewohner:innen der Dreiersiedlung und Besucher:innen von außerhalb – auch Daniela Unterholzner aus der Geschäftsführung der Schwarztal und das Team der Hausverwaltung in Ternitz sowie Vertreterinnen von einszueins architektur und der Jury. Der Name des Gesamtprojekts zeigt sich auch bei den Kunstresidenzen: Kooperativ Ternitz eben.

Auswahl der gezeigten Arbeiten:

Fotocredit: Danny Nedkova

Das Kartenhaus aus Zimmertüren (David Biegl / Rasmus Exo) mit eingeschriebenen und aufgeklebten Spuren von Wohnen und Leben wurde genau dort, wo früher das dazugehörige Haus gestanden hatte, aufgebaut – ein Zitat an die Vergänglichkeit, ein Aufzeigen des Erinnerns und ein Willkommensgruß an den kommenden Neubau.

Fotocredit: Danny Nedkova

Die fotografische Serie mit identen Innenaufnahmen aus verschiedenen Wohnungen in der Dreiersiedlung zeigte das Künstlerduo in einer leerstehenden Wohnung, während am Wäscheplatz vor dem Haus das „Binge Washing“ nachgestellt wurde.

Fotocredit: Danny Nedkova

Hinter dem Haus zeigte Florent Souly die Einschreibung seines Willkommensgrußes in den Garten, vor dem Volkshaus wehte seine Fahne mit der Aufschrift „MoMAT“ („Museum of Modern Art Ternitz“), während daneben das während der Kunstresidenzen initiierte Café Nobel – eine Anspielung auf die Adresse „Nobelgasse“ – lokale Getränke und Speisen von Most Gruber servierte.

Fotocredit: Danny Nedkova

Auf der angrenzenden Wiese wurde live mit der Solarküche von Rasmus Exo und Irene Lucas gekocht. Im großen Raum des Volkshauses befanden sich (textile) Arbeiten von Florent Souly sowie eine Videoarbeit und die Klanginstallation „Stimmen der Dreiersiedlung“ von Natyrë Elezi. Das alte Wählscheibentelefon kann gezielt angerufene Soundinstallationen und Situationen abspielen, die sie während ihres Aufenthalts in der Dreiersiedlung eingefangen und neu gemischt hat.

Fotocredit: Danny Nedkova

Zahlreiche Installationen auf den Freiflächen rund um das Volkshaus verdeutlichten ebenso humorvoll wie künstlerisch ausgereift, wie ein Blick von außen die Perspektiven von Bewohner:innen und Besucher:innen freudvoll und oft unerwartet erweitern lässt. Die Gemeinschaft der Dreiersiedlung in Ternitz ist in diesen zehn Wochen jedenfalls reicher an gemeinsamen Erfahrungen, Austauschmomenten und kollektiv geschaffenen Arbeiten geworden.